Gründonnerstag

Festprofi

Warum muss ich am Gründonnerstag immer Spinat essen. Hat das was mit Jesus zu tun?

Jesus wäscht seinen Jüngern die Füße - Altargemälde ( 1400 / 1420 ) aus Mainz. Germanisches Nationalmuseum ( Nürnberg / Deutschland ).


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Ich hoffe, es zwingt dich niemand, Spinat zu essen. Zumindest musst du keinen Spinat essen, weil Gründonnerstag ist. Das Wort Gründonnerstag kommt gar nicht von „grün“, sondern vom alten Wort „greinen“. Das bedeutet so viel wie „weinen“ und „traurig sein. Denn am Gründonnerstag denken wir an die traurige Tatsache, dass Jesus von seinen Feinden verhaftet worden ist.

Aber der Gründonnerstag hat doch auch etwas mit dem Essen zu tun. Denn bevor Jesus verhaftet worden ist, hat er mit seinen Jüngern ein Abschiedsmahl gehalten: das letzte Abendmahl. Dabei hat er Brot und Wein genommen, einen Segen gesprochen  und zu den Jüngern gesagt: „Esst und trinkt, das ist mein Leib, das ist mein Blut!“  Das heißt so viel wie: Das bin ich. Ich will in euch sein. Ich verbinde euch mit Gott und ich verbinde euch untereinander. Nehmt meine Freundschaft an und lebt danach. Seither feiern wir die hl. Messe.

 

Kreuzweg Meditation

Der Gründonnerstag (aus der Serie: Bleibet hier und wachet mit mir)

Im Abendmahlsaal und am Ölberg begleiten wir den Herrn an diesem Tag der Karwoche. Am Abend beginnen die drei „Heiligen Österlichen Tage“ (Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag) mit der Abendmahlsmesse. Danach wird erst am Ende der Osternacht wieder Eucharistie gefeiert. Gerade an diesem Abend ist die Kommunion für alle auch aus dem Kelch sehr passend. Mancherorts wäscht der Priester Männern und Frauen aus der Gemeinde die Füße und erinnert an das Beispiel Jesu, einander Dienste der Liebe zu tun.

Nach der Messe wird die heilige Kommunion aus der Kirche weggetragen. Es ist nicht sinnvoll, das Allerheiligste einfach an einen Nebenaltar zu bringen. Der leere Tabernakel, das erloschene Ewige Licht, der ungeschmückte Altar lassen genauso wie die vorher verstummten Glocken und Instrumente das Leiden Christi ausdrucksstark erleben. Gebetsstunden in der folgenden Nacht stärken das Wachen und Beten mit dem leidenden Christus und mit allen Leidenden heute.

Am Vorabend des Gründonnerstags, also am Mittwoch, weiht der Bischof im Grazer Dom die heiligen Öle, die uns in Taufe, Firmung, Krankensalbung und Weihe mit Christus (das heißt „der Gesalbte“) verbinden.




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