Fastentuch

Bei meiner Oma hängt jetzt in der Kirche ein riesen-riesengroßes Tuch vor dem großen Altar. Man kann die Figuren und Bilder auf dem Altar gar nicht mehr sehen. Bleibt das jetzt immer dort


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Nein, das bleibt nicht immer so!
Es gibt in manchen Kirchen den Brauch, in der Zeit vor Ostern den Altar zu verhängen.

Früher hat man vor allem die prachtvollen Kreuze und Bilder in der Kirche verhängt. Das Tuch, mit dem man das tat, nennt man „Fastentuch“ oder „Hungertuch“. 
Man wollte damit zeigen, dass Jesus bis zu seinem Tod sehr einfach und bescheiden gelebt hat.

Erst zu Ostern, zur Feier der Auferstehung, wurde auch die Kirche wieder in ihrer ganzen Schönheit und Pracht gezeigt.

Das ist wohl auch der Sinn des Fastentuches in der Kirche, in die deine Oma geht.

Das Fastentuch hat aber noch einen anderen Sinn: In der Zeit vor Ostern sollen Menschen nicht nur mit ihrem Bauch fasten, sondern auch mit ihren Augen.

An vieles, was man immer sieht, z. B. auch ein Kreuz, gewöhnt man sich so leicht, dass man es gar nicht mehr beachtet, ja oft ganz übersieht. „Wir sind Gewohnheitstiere“, sagte mein Vater manchmal.

Wenn man aber z. B. ein Kreuz  eine Zeitlang  verhüllt, wird man wieder neu aufmerksam darauf. 

Das hat viel mit Ostern zu tun.
Denn zu Ostern sollen wir ja neu entdecken, was Jesus für uns getan hat und wie wunderbar Gott durch ihn wirkt.

Ich freue mich schon auf Ostern. Du auch?
 




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